Cannabis und seine Geschichte


Die Geschichte hinter Cannabis

Gras, Ecken, Pollen, Ott und wo es herkommt

Cannabis stammt aus der Gattung der Hanfgewächse. Diese Pflanze hat eine sehr alte Tradition als Nutz- und Heilpflanze. Auch ist sie als das ältetste Rauschmittel bekannt. Schon vor 10.000 Jahren baute man den Hanf zur Herstellung von Kleidung, Papier, Segeltüchern, Hanföl oder Seilen an. Später, etwa 2000 v. Chr. , wurde es auch als Heilmittel angewendet.

Von Indien aus verbreitete sich angeblich die Cannabispflanze und wurde zunehmend als Rauschmittel eingesetzt, welches aus der weiblichen Cannabispflanze gewonnen wird. Cannabis steht heute an 3. Stelle der meist konsumierten Rauschmittel, nach Tabak und Alkohol. Früher war der Konsum von Marijuana selbstverständlich, so wie heutzutage eine Tasse Kaffee selbstverständlich ist.

Die Cannabispflanze wurde auch zur Heilung von Lepra, Durchfall und Fieber sowie als Beruhigungs- und Betäubungsmittel eingesetzt. Leider wurde später von Napoleon eine Kontinentalsperre veranlasst, was dazu führte, dass man Hanf durch Baumwolle ersetzte und es von der Bildfläche verschwand.

Im 20. Jh. verbot man den Anbau von Hanf, was der Marijuana Prohibition geschuldet war. Dabei nahm man auch keine Rücksicht darauf, ob es sich denn um reinen Nutzhanf ohne THC handelte, oder um Marijuana, also Drogenhanf.  „Die Prohibition von Cannabis ist historisch betrachtet willkürlich erfolgt und bis heute weder intelligent noch zielführend“, sagte BDK-Chef André Schulz der „Bild“-Zeitung. Tatsächlich, sind die deutschen Gesetze einfach internationalen Entscheidungen gefolgt.

Auf der Konferenz von 1924 bis 1925 im schweizerischen Genf drängt der ägyptische Delegationsleiter El Guindy auf ein Verbot von Cannabis. Denn in Ägypten und weiteren afrikanischen und arabischen Ländern ist der Konsum von Cannabis weit verbreitet. Auch aus Tradition. Am 19. Februar 1925 wird das "indische Hanf"  in das „Internationale Abkommen über die Betäubungsmittel“ aufgenommen.

Wer in Deutschland vor 1929 geboren wurde (Oma und Opa), durfte noch legal kiffen. Es war aber damals kein großes Thema. Vor 147 Jahren kam erstmals überhaupt jemand in Deutschland auf die Idee, dass Cannabis gefährlich sein könnte. Von Gesetzen oder Strafen sprach jedoch (noch) niemand.  Im 19. Jahrhundert haben Ärzte die Pflanze vermehrt als Schmerzmittel eingesetzt. 1964 konnte THC als der Wirkstoff isoliert werden, der für die psychoaktive Wirkung verantwotlich ist. So konnten Hanfpflanzen fast ohne THC Wert gezüchtet werden. Dies war der Durchbruch zur Legalisierung der Hanfpflanze.

In den 1990er Jahren lockerte man zwar die Gesetze und ermöglichte es den Bauern wieder, Nutzhanf anzubauen, die Bedeutung von damals hatte der Hanfanbau jedoch verloren. In Europa wird sie vor allem zur Gewinnung von Fasern angebaut, die dann zur Herstellung von Textilien oder modernen Werk- oder Kunststoffen weiterverarbeitet werden. Aber auch die Blätter, Blüten und Samen finden in diversen Branchen wie der Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie Verwendung. Dabei hat Hanf durchaus viele weitere Qualitäten, die uns sehr bereichern könnten.

 

 

 

Bereicherung in der Medizin Dank Forschung

Die Zucht spielt eine sehr wichtige Rolle und Dank heutiger Erkenntnisse und Technik, können wir nun CBD extrahieren und die Produkte für uns nutzen. Es gibt unterschiedliche Cannabispflanzen, mit unterschiedlichen Anteilen an THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). Bevor sie den Status als Rauschmittel bekam, war der natürliche THC Anteil wesentlich geringer als der CBD Anteil. THC wirkt psychoaktiv, während CBD dem entgegen wirkt und somit einen Ausgleich der psychoaktiven Nebenwirkungen schafft. Da man die Pflanze aber als Rauschmittel züchtete, züchtete man die Pflanze mit einem hohen THC Wert und einem niedrigen CBD Wert. Das erklärt, warum man von Psychosen und negativer Wirkung auf die Psyche spricht.

Mit der Isolierung von THC und dem Erhalt von reinem CBD, begann man in der Forschung die Wirkung zu analysieren. Hier eine Zusammenfassung aktueller Studien 2018: https://www.leafly.de/cbd-aktueller-stand-studien/.

eine Kurzfassung aus den Studien von 2018 :

Im Jahr 2018 wurden die Ergebnisse verschiedener Studien zum Thema CBD gegen psychische Beschwerden veröffentlicht, unter anderem die folgenden:

 

*Die Forscher der University of Milan in Italien erläuterten, dass die bisherigen Ergebnisse darauf hinweisen, dass CBD vermutlich eine antipsychotische Wirkung haben kann und dass Patienten mit einer generalisierten Angststörung womöglich von CBD profitieren können.

*Die Forscher der University of Sao Paulo in Brasilien untersuchten die antidepressive Wirkung von CBD und kamen zu dem Schluss, dass dieser Effekt vermutlich mit dem Serotoninspiegel im zentralen Nervensystem zusammenhängt.

*Die Forscher der University of Wollongong in Australien führten aus, dass chronischer Cannabiskonsum mit einer beeinträchtigten Wahrnehmung und erhöhten psychologischen Symptomen, insbesondere psychotischen Symptomen, in Verbindung gebracht werden kann. Während angenommen wird, dass Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) in erster Linie für diese schädlichen Wirkungen verantwortlich ist, soll CBD antipsychotische Eigenschaften haben und kognitive, symptomatische und Gehirnschäden bei Cannabiskonsumenten lindern. Im Rahmen der Studie konnten die Forscher feststellen, dass CBD von den Probanden gut vertragen wurde und dass es keine schädlichen Auswirkungen auf die psychologischen Funktionen gab. Zudem litten die Teilnehmer signifikant weniger unter depressiven und psychotisch-ähnlichen Symptomen. Eine erhöhte CBD-Konzentrationen wurde mit Verbesserungen der Aufmerksamkeitskontrolle und positiven Veränderungen der psychologischen Symptome gesehen. CBD könnte den Forschern zufolge eine nützliche Zusatzbehandlung bei einer Cannabisabhängigkeit sein.

*Ein Team aus Forschern führte eine Studie durch, an der Patienten mit Schizophrenie teilnahmen. Die Probanden erhielten neben ihrer antipsychotischen Medikation CBD oder ein Placebo. Nach einer sechswöchigen Behandlung zeigte sich, dass die CBD-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe weniger psychotische Symptome zeigte. Auch verbesserte sich die kognitive Leistungsfähigkeit der CBD-Gruppe. Die Ergebnisse legen laut den Forschern nahe, dass CBD auf eine Schizophrenie-Erkrankung eine positive Wirkung haben kann.

 

CBD und seine entzündungshemmenden Eigenschaften

Entzündungen werden unter anderem vom Endocannabinoid System gesteuert. Zahlreiche Studien haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die Cannabinoide aus der Cannabispflanze entzündungshemmend wirken können. Auch einige aktuelle Studien legen nahe, dass CBD hilfreich sein könnte.

 

*Forscher der Dahlhousie University in Kanada untersuchten die entzündungshemmende Wirkung von Cannabinoiden an den Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2 bei Hornhautverletzungen. Nachdem die kauterisierten Augen von Labormäusen mit CBD, THC oder dem CBD-Derivat HU-308 behandelt wurden, kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die Gabe von THC, CBD und HU-308 sowohl den Schmerz als auch die Entzündungsreaktion hemmte. Während die entzündungshemmende Wirkung von THC primär über den CB1-Rezeptor vermittelt wurde, aktivierten CBD und HU-308 den CB2- sowie den 5-HT1A-Rezeptor. Cannabinoide könnten eine neuartige klinische Therapie für Hornhautentzündungen und damit verbundene Schmerzen sein, schlussfolgerten die Forscher.

*An der Stanford University wurden drei Patienten mit der blasenbildenden Hauterkrankung Epidermolysis bullosa untersucht, die ihre Erkrankung mit CBD behandelten. Ein Patient konnte bei der CBD-Behandlung die oralen Opioidanalgetika absetzen. Zudem berichteten alle drei Patienten von einer schnelleren Wundheilung, weniger Blasenbildung und Reduzierung der Schmerzen.

*Britische Forscher stellten im Rahmen einer klinischen Studie fest, dass CBD für die symptomatische Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen nützlich sein könnte.

 

> Warum man Cannabis erst jetzt wieder Aufmerksamkeit schenkt, kann man nicht sagen. Fakt ist aber, das diese Pflanze wahrscheinlich noch mehr zu bieten hat, als uns aktuell bewusst ist. Vor allem CBD ist von positiven Erfahrungberichten in vielen Beschwerdebereichen gelobt. Ob Durch ein Vollspektrumöl, Liquids oder auch Tee´s, jeder kann sich selbst ein Bild machen und es ausprobieren ohne Gefahr zu laufen, sich überzudosieren oder Nebenwirkungen zu bekommen.