CBG – Ein Phytocannabinoid mit besonderem Potential TEIL 2


Wie  bereits angekündigt hier der zweite Teil zum Thema „CBG – Ein Phytocannabinoid mit besonderem Potential“. Heute werden wir beginnen auf die vielfältigen medizinischen Eigenschaften von Cannabigerol einzugehen und uns dazu mit einigen Studien befassen, welche in den letzten Jahren erschienen sind.



Die Verwendungsmöglichkeiten für CBG sind enorm breit gefächert, die durchgeführten Studien brachten teilweise sehr überraschende Ergebnisse zum Vorschein. Wir denken, dass CBG nur ein Beispiel dafür ist, wie viel Potential tatsächlich in den einzelnen Inhaltstoffen der Hanfpflanze verborgen ist. Daher hoffen wir, dass Studien, wie sie zu CBD und CBG durchgeführt wurden und werden, dafür sorgen können, dass die Forschung auf diesem Gebiet weiter voran getrieben wird und man nach und nach die gesamten positiven Eigenschaften der Heilpflanze Hanf entdeckt und belegt. Der Forscher Ethan B. Russo veröffentlichte eine Arbeit im British Journal of Pharmacology, in der er umfassend auf die Auswirkungen von Phytocannabinoiden und Terpenoiden eingeht und ihre medizinischen Qualitäten, sowie ihre synergistischen Wirkungen abhandelt, mit denen sie ihre Wirksamkeit noch steigern.



Russo stellt fest, dass CBG antimykotische Eigenschaften aufweist, schmerzstillend wirkt und auch antidepressive Qualitäten hat. Ebenso könnte CBG eine Rolle bei der Behandlung von Psoriasis (Schuppenflechte) und MRSA (Im Volksmund auch als „Krankenhausbakterien“ bekannt) spielen. Weiterhin scheint CBG auch in der Lage zu sein, Ängste und Muskelverspannungen zu bekämpfen, weil es die Fähigkeit besitzt, die Aufnahme von GABA zu hemmen, einer chemischen Verbindung im menschlichen Gehirn.

Auch Dr. Bonni Goldstein, Direktorin des medizinischen Zentrums „Canna Zentrum“, sagt: „CBG hemmt die Wiederaufnahme von einer Chemikalie in unserem Gehirn, die GABA genannt wird“. „Wenn GABA gehemmt wird, kann man wahre Muskelentspannung erreichen und Angstzustände entfernen. In diesem Sinne sind die Auswirkungen mit den Eigenschaften von CBD vergleichbar. CBG ist jedoch auch ein sehr gutes Antidepressivum und weißt antimykotische Eigenschaften auf“, so Dr. Goldstein. Russo weist außerdem darauf hin, dass CBG im Zusammenwirken mit anderen Komponenten der Cannabispflanze wie den Terpenoiden Phytol, Linalool, Caryophyllenoxid und Limonen synergistische Effekte zeigt.


In weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen hat man an Mäusen die neuroprotektiven Eigenschaften von CBG gegen die Huntington Krankheit erforscht. Die Huntington Krankheit ist eine Hirnstörung, die unkontrollierte Bewegungen, emotionale Probleme und den voranschreitenden Verlust kognitiver Fähigkeiten verursacht. Die Forscher beobachteten vielversprechende Ergebnisse und folgerten, dass diese Arbeit den Weg zu weiterer Forschung eröffnet, in der die Auswirkungen von CBG entweder allein oder in Kombination mit anderen Phytocannabinoiden oder Therapien untersucht werden sollten, wenn es um die Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen geht. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten wurden in in Neurotherapeutics, der Fachzeiteitschrift der American Society for Experimental NeuroTherapeutics veröffentlicht.


Anfang dieses Jahres haben Forscher aus Italien die antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften von CBG in einem Experiment erforscht. Sie haben festgestellt, dass „CBG ein neues Heilverfahren“ für Patienten mit Verdauungsbeschwerden darstellen könnte. Weitere präklinische Studien zeigen, dass CBG als COX- 2 - Inhibitor funktioniert. Desweiteren besitzt CBG eben jene antimykotische Eigenschaften, die der bereits erwähnte Forscher Ethan. B. Russo nachweisen konnte. Ein Antimykotikum zeichnet sich durch seine Wirkung gegen durch Pilze verursachte Krankheiten aus.

 

CBG scheint also im Körper eine Art Reinigungsprozess auszulösen, indem es gegen durch Bakterien und Pilze hervorgerufene Symptome wirkt. Dies macht es besonders für Menschen mit einem geschwächten Imunsystem interessant, da deren Körper ja bekanntlich nur noch bedingt aus eigenem Antrieb gegen diese Form der Erreger ankämpfen kann. So könnte CBG tatsächlich für Patienten mit gravierenden Krankheiten wie HIV, Krebs oder Autoimunerkrankungen im Rahmen der Nahrungsergänzung einen wichtigen Beitrag zur Genesung leisten. Aktuell werden auf diesem Gebiet weitere vielversprechende Studien durchgeführt, deren Ergebnisse hoffentlich schon bald veröffentlicht werden können.

Dies war der zweite Teil unserer Blogreihe zum Thema „CBG“. Doch wir sind noch lange nicht am Ende. Im dritten Teil erfahren Sie noch mehr über mögliche Anwendungsgebiete von CBG und bisher nachgewiesene positive Eigenschaften auf unseren Körper. Sie werden überrascht sein, wie groß das Potential dieser unscheinbaren natürlichen Substanz ist. Auch auf die Anwendung in Verbindung mit CBD werden wir im abschließenden Teil dieser Beitragsreihe noch ausführlich eingehen.


Wie man also sieht, hat dieses bisher recht unbekannte Cannabinoid ein enormes Potential um in Zukunft bei der Bekämpfung von Krankheiten im Rahmen einer angepassten Ernährung einen wichtigen Beitrag zu leisten, den konventionelle Pharmazeutika bisher nur schwer oder begleitet von einer Vielzahl an unerwünschten Nebenwirkungen erzielen konnten. Dies zeigt einmal mehr, dass die Natur oft besser mit unserem Körper interagiert als es die Medikamente der klassischen Medizin vermögen. Wobei selbstverständlich zu erwähnen ist, dass auch auf diese in vielen Fällen nicht verzichtet werden kann. Jedoch können natürliche Stoffe wie Cannabigerol dafür sorgen, dass die Behandlung diverser Krankheiten für die Betroffenen wesentlich angenehmer und effektiver gestaltet werden kann. Eben auch dadurch, dass man bei Verwendung von CBG die Menge an benötigten chemischen Medikamenten vermutlich deutlich senken kann.