Mit Cannabidiol (CBD) die Nebenwirkungen der Krebstherapie behandeln


Hanf und CBD einsetzen zur Krebsbehandlung?

Nebenwirkungen einer Krebstherapie minimieren


Cannabidiol (CBD) wird momentan intensiv beforscht. Sein Einsatz kann bei einer Reihe von Erkrankungen hilfreich sein. CBD reguliert nämlich viele Körperabläufe. Dazu zählen das Abwehrsystems, die Schmerzwahrnehmung, die Entstehung von Ängsten, die Verarbeitung von Gedächtnisinhalten, die Stimmungslage, der Appetit, der Schlaf und die Körpertemperatur. Laut Hinweise aus der praktischen Anwendung und der Forschungen ist CBD für Krebspatienten eine interessante Option. Ob CBD in der Zukunft als Krebsmedikament eine Rolle spielen kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Fest steht aber schon, dass viele Krebspatienten schon jetzt von der Einnahme von CBD profitieren können. Es kann unter anderem dabei hilfreich sein, typische Beschwerden der schulmedizinischen Krebstherapie zu lindern.  

Kann Cannabidiol Krebs heilen?

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Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass CBD das Wachstum von Krebszellen hemmen kann. Bis jetzt stammen die Erkenntnisse dazu fast ausnahmslos aus Tierversuchen oder aus Untersuchungen an isolierten Tumorzellen. Interessant sind die Wirkungen von Cannabidiol auf Krebszellen des Nervensystems. Hierzu wurden Versuche mit Glioblastom- und Neuroblastom-Zellen durchgeführt. 2018 wurde schließlich eine Studie veröffentlicht, die die Wirkung von Cannabidiol auf den Krankheitsverlauf von Krebspatienten untersucht. Diese Studie lieferte interessante Ergebnisse. Schon kleine Dosierungen von 20 mg synthetischem Cannabidiol hatten dieser Studie zufolge Auswirkungen auf das Krebswachstum. Insgesamt schien CBD bei 90 Prozent der Patienten den Krankheitsverlauf zu beeinflussen. Diese Ergebnisse klingen vielversprechend. Die Autoren weisen aber darauf hin, dass erst weitere und spezifischere Studien das wahre Potential von CBD als mögliches Krebsmedikament zeigen werden.  

CBD mit Chemotherapien oder Strahlentherapie kombinieren?

Ein neuer Ansatz, um die krebswidrigen Eigenschaften von CBD auszunutzen, könnte die Kombination mit Chemotherapien oder Strahlentherapie sein. Die Idee dahinter: CBD schwächt die krebseigenen Reparaturmechanismen, damit ist eine Krebszelle den schulmedizinischen Therapien fast schutzlos ausgeliefert. Hierzu gibt es erste Untersuchungen der Firma GW Pharmaceuticals. GW Pharmaceuticals stellt unter anderem das bekannte Medikament Sativex aus Cannabis her. Bei einer ersten Studie erhielten Patienten mit einem Hirntumor zusätzlich zur Chemotherapie CBD zusammen mit dem Cannabinoid THC. Die Überlebensrate konnte dabei verbessert werden. Auch in der Kombination mit der Strahlentherapie scheint CBD wirksam zu sein, zeigt eine erste interessante Studie aus dem Jahr 2017.  

CBD bei Mundschleimhaut-Entzündung (Mukositis)

Strahlen- oder Chemotherapien schädigen oft die Mundschleimhaut. Die Folge können schmerzhafte Entzündungen sein, bei denen die natürliche Mundflora (Bakterien) eine Rolle spielt. Hinweise zufolge können Patienten mit Mukositis von den entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD profitieren.  

CBD bei Schmerzen

Cannabidiol kann vor allem aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften bei Schmerzen hilfreich sein. Bei Krebspatienten spielen Entzündungen vor allem bei Knochenschmerzen eine Rolle. Bei Nervenschmerzen zeigt sich CBD in Kombination mit THC wirksam.  

CBD bei Depressionen

CBD wirkt antidepressiv. Es beeinflusst den Hirnstoffwechsel und die Wirkung der Neurotransmitter Serotonin und Glutamat. Das kann zu einer spürbaren Anhebung der Stimmung führen.  

CBD bei Ängsten

CBD kann bei Ängsten hilfreich sein. Einerseits kann das Cannabinoid das Auftreten von Ängsten unterdrücken. Andererseits fördert CBD das Vergessen von angstmachenden und traumatisierenden Erinnerungen erleichtern. Bereits geringe Dosierungen von 30 mg CBD täglich können bei Ängsten hilfreich sein.  

CBD bei Schlafstörungen

In niedriger Dosierung wirkt CBD anregend. Bei Einschlafstörungen sollte es daher mit Bedacht und mit einer ausreichend hohen Dosierung angewandt werden. Bei Durchschlafstörungen scheint CBD hingegen in vielen Fällen hilfreich zu sein.  

Das sollten Krebspatienten beachten

Cannabinoide wirken auf unseren Appetit. THC kann diesen steigern. CBD kann den entgegengesetzten Effekt haben. Die appetithemmenden Eigenschaften von CBD wurden mittlerweile in verschiedenen Studien beobachtet. Bei Krebspatienten muss die Anwendung von CBD sorgfältig abgewogen werden, wenn diese unter Appetitlosigkeit, Abmagerung oder Untergewicht leiden. In diesen Fällen kann ein weiterer Gewichtsverlust zur Tumorkachexie (starke krebsbedingte Auszehrung) führen. Die Tumorkachexie zählt zu den häufigsten Todesursachen bei Krebspatienten. Auch andere mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von CBD sollten vor der Einnahme berücksichtigt werden.

 

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Hinweise zu diesem Artikel

Dieser Beitrag informiert über den aktuellen Wissensstand zu CBD bei Krebspatienten. Er ist nicht dazu geeignet, Beschwerden selbst zu diagnostizieren oder zu behandeln. Wer als Krebspatient CBD anwenden will, sollte dies zunächst mit seinem Arzt besprechen.  

Der Autor

Sebastian Vigl ist Heilpraktiker in Berlin, Autor und Experte für Pflanzenheilkunde. Er bloggt regelmäßig zu den Themen Cannabis und Cannabidiol auf dem Blog. Im September 2018 erschien sein Buch „Cannabis und Cannabidiol (CBD) richtig anwenden.“