Green Mile Blogbeitrag Hanfplastik - die umweltfreundliche Alternative

Das Problem von herkömmlichem Plastik ist uns allen bekannt. Das Material, das hauptsächlich für Verpackungen, aber auch andere Alltagsgegenstände genutzt wird, kann nur selten weiterverarbeitet und recycelt werden. Es landet dann auf der Mülldeponie oder in der Umwelt. Diese allgegenwertige Problematik begegnet uns häufig in den Medien und in Form von erschreckenden Bildern, die unfassbare Mengen an Plastik in den Meeren zeigen. Aber nicht nur unsere Natur, sondern auch die Tierwelt leider unter den Folgen der Plastikproduktion, die in den letzten Jahrzehnten gigantische Ausmaße angenommen hat.

Nun soll genau ein Stoff Abhilfe schaffen, der uns nur allzu gut bekannt ist – Nutzhanf! Denn die Pflanze stellt eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichem Plastik aus Erdöl dar und findet heute schon in vielen Bereichen Anwendung.

 

Wie wird Hanfplastik hergestellt?

Für die Produktion der sauberen Plastikart werden die Stängel der Hanfpflanze genutzt. Werden diese von den Fasern befreit, bleibt Zellulose zurück. Dabei handelt es sich um ein Polymer, das in Bäumen und Pflanzen vorkommt und hauptsächlich für die Produktion von Papier genutzt wird. Zusätzlich kann man daraus Kunststoffe herstellen – und zwar solche, die biologisch abbaubar und umweltfreundlich sind.

Insgesamt ist die Produktion zwar ein aufwendigerer Prozess als der von herkömmlichem Plastik aus Erdöl. Allerdings besteht die Hanfpflanze zu rund 70% aus Zellulose und hat damit eine hervorragende Bilanz in Bezug auf die Wertschöpfung.

Zudem lassen sich die anderen Bestandteile der Pflanze ebenfalls weiterverarbeiten. Die Samen werden zum Beispiel als Nahrungsmittel verkauft und sind aufgrund ihres hohen Proteingehalts eine gute Ergänzung für euren Speiseplan. Außerdem sind sie Basis weiterer Lebensmittel wie bspw. Hanf-Mus, Hanf-Pesto und Hanf-Kekse.

 

Wieso Hanfplastik?

Die Vorteile der biologischen Plastikalternative liegen auf der Hand. Im Gegensatz zu Erdöl-Plastik ist das Material komplett verwertbar. Während es bei einer herkömmlichen Plastikflasche bis zu 450 Jahre dauern kann, bis das Material abgebaut ist, benötigt Hanfplastik unter den richtigen Bedingungen gerade mal ein halbes Jahr.

Außerdem handelt es sich bei Hanf um einen erneuerbaren Rohstoff, der durch die begrenzten Erdöl-Reserven in der Zukunft eine immer größere Rolle spielen könnte. Schließlich ist der Anbau von Nutzhanf nicht einmal mit großem Aufwand verbunden. Denn die tolle Pflanze wächst relativ problemlos in vielen unterschiedlichen Gebieten und benötigt nur wenig Dünger und keinerlei chemische Unkraut- oder Insektenmittel. Sogar auf unfruchtbarem Boden gedeiht Nutzhanf munter.

Aber das ist nicht alles: Die anspruchslose Pflanze zeigt auch nachweislich positive Effekte auf den umliegenden Boden. Unter anderem reduziert sie dort, wo sie angebaut wird, durch ihre langen Wurzeln die Wasserverschmutzung. Zudem ist das Plastik, das aus Nutzhanf gewonnen wird, leicht und sehr robust. Dadurch stehen dem Hanfplastik viele Einsatzfelder offen.  

 

Einsatzgebiete

Einer der ersten, der das saubere Plastik in seiner Produktion einsetzte, ist kein Unbekannter. Niemand Geringeres als Henry Ford – Gründer des Automobilkonzerns Ford – wusste bereits in den 40er Jahren von den Vorteilen, die Hanf als Rohstoff bietet. Er interessierte sich schon damals für alternative Materialien und forschte lange zum Einsatz von Nutzhanf. 1941 stellte er dann sein „Hanf-Auto“ vor, das zu einem Großteil aus Hanf und anderen pflanzlichen Rohstoffen bestand. Das Fahrzeug zeichnete sich nicht nur durch einen großen Gewichtsvorteil im Vergleich zu Autos aus Stahl aus, sondern war auch enorm robust. Dies bewies Ford, indem er mit einem Vorschlaghammer auf die Karosserie des Hanf-Autos einschlug und keine Delle hinterließ – anders als bei einem normalen Fahrzeug, das er im Anschluss mit dem Hammer bearbeitete und das direkt Schäden aufwies.

Fords Hanf-Auto war zwar eher ein Werbe-Gag, als ein ernsthafter Produktionstest. Doch der Visionär schuf den Grundstein für viele Branchen, in denen Hanfplastik heute zum Einsatz kommt. Einige Automobilhersteller haben sich bspw. inspirieren lassen und setzen heutzutage bei Ihren Fahrzeugen auf verschiedene Teile aus der leichten Plastikalternative. Audi, Mercedes, BMW und Chrysler sind nur einige Beispiele.

Auch in der Unterhaltungsindustrie findet Hanfplastik Anwendung und es gibt schon länger CD- und DVD-Hüllen aus dem abbaubaren Material. Weitere Produkte sind Musikinstrumente, Möbel, Taschen und Spielzeuge aus dem biologischen Plastik.

Wer den Markt etwas beobachtet, wird auch immer wieder auf kleine Start-Ups aufmerksam werden, die sich auf Hanfplastik konzentrieren. Und selbst große Konzerne ziehen mittlerweile nach und begründen Interesse an dem zukunftsfähigen Stoff. So soll Lego seit einer Weile an Produkten aus Hanfplastik forschen und überlegt, seine Produktion in großem Umfang umzustellen.

 

Warum gibt es dann nicht mehr Produkte aus Hanfplastik?

Jetzt fragt ihr euch sicher: Wenn Hanfplastik so viel Potenzial hat, warum wird es dann trotzdem vergleichsweise selten eingesetzt? Denn die Wenigsten, die sich noch nicht mit dem Thema im Detail befasst haben, werden schon einmal von dem Stoff gehört haben. Zudem beträgt der Marktanteil von Biokunststoffen, zu denen die recycelbare Plastikalternative gehört, heutzutage immer noch nur 1% der gesamten Produktion (Stand: Dezember 2019).

Dies ist einerseits dem schlechten Ruf geschuldet, den Hanf leider viele Jahre lang genoss. Oft wird das Rauschmittel mit dem vielseitigen Nutzhanf verwechselt. Zudem gibt und gab es bis vor Kurzem in vielen Ländern rechtliche Beschränkungen, was den Anbau von Industriehanf betrifft. Dies sorgt alles dafür, dass Hanfplastik immer noch ein relativ unerforschtes Gebiet ist und sein wahres Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft wurde.

Wir sind allerdings optimistisch und hoffen, dass sich dies in den kommenden Jahren ändern wird. Vielleicht wird Nutzhanf dann auch endlich die Beachtung bekommen, die die vielseitige Pflanze schon lange verdient hätte.

 

Quellen:

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